

Die Schüler sollen das Leben der Älteren kennen lernen und das Leben der Menschen etwas auflockern, betonte Lehrkraft Torsten Schäfer. Ideengeber für den fast dreistündigen Aufenthalt, bei dem vorgelesen und gemeinsam gespielt wurde, war David Vitkovic (13), dem die tolle Idee für den Ausflug zuhause einfiel. Für die Residenzleiterin Christina Metz und die 100 Gäste des Hauses eine willkommene Abwechslung, will doch die Leiterin häufiger die Öffentlichkeit in die Einrichtung holen. Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, die ehrenamtlich beim gemütlichen Beisammensein mit anpacken, sind gerne gesehen. Auf dem Foto backen Leon Renke (13), Joshua Appel (12) und Raphael Krumeich (12) gemeinsam mit den Senioren. Text/Foto: Pulwey.
Quelle: Rodgau Post vom 19.01.2012
Senioren zu Besuch in der Bücherei der Heinrich-Böll-Schule / Lebhafte Gespräche zwischen Jung und Alt
Nieder-Roden. Lesen verbindet die Generationen: Das zeigte sich bei einer Aktion der Schulbücherei der Heinrich-Böll-Schule. Bewohnerinnen der K&S Seniorenresidenz Rodgau folgten der Einladung zu einem Vorlesevormittag bei Kaffee und Kuchen.
Fünft- bis Siebtklässler lasen den Senioren Kapitel aus ihren Lieblingsbüchern vor. Die Auswahl war vielseitig. Die Schüler nahmen ihre Gäste zum Beispiel mit auf eine Reise im "magischen Baum- haus", ließen gemeinsam mit den "Drei Fragezeichen" Drachen steigen und entdeckten mit dem "kleinen Prinzen" von Saint-Exupéry fremde Planeten.
Aus den Inhalten der Bücher entwickelten sich nach dem Lesen intensive Gespräche. So konnten sich die Gäste unter einem "Lenkdrachen" nichts vorstellen. Also wurden schnell einige Drachen aus der naturwissenschaftlichen Sammlung geholt und vorgestellt. Dafür erzählten die Seniorinnen, wie sie früher mit ihren Vätern aus Papier und gedrehter Schnur Drachen gebaut haben.
Auch das Thema "Beruf" ergab eine lebhafte Unterhaltung zwischen Jung und Alt. Kein Wunder, dass die Zeit viel zu schnell verging. So kamen nicht alle Schüler/innen zum Vorlesen. Die Seniorinnen und die Kinder lösten das Problem aber ganz schnell: Sie verabredeten einfach ein nächstes Treffen. Bereits in wenigen Wochen werden die Schüler gemeinsam mit ihren Büchern ihre Zuhörer in der K&S Seniorenresidenz besuchen. Vielleicht entwickelt sich daraus ein regel- mäßiges Treffen. Die Aktion ist jedenfalls ein Gewinn für alle Beteiligten. [...]
Quelle: Offenbach-Post, 4.11.2010

