

- Lieselotte Hähnisch (96, Zweite von links) ist es wichtig, dass die Menschen, die sie umgeben, locker sind. Praxisanleiterin Katrin Lehmann (Zweite von rechts) versucht, ihren Azubis die richtige Lockerheit zu vermitteln. Sandra Scholz (rechts) will als Altenpflegerin Beruf und Familie vereinbaren. Sandra Taubert ist die beste sächsische "Azubine".
Seniorenresidenz Eilenburg bildet Altenpfleger in Verantwortung gegenüber betagten Menschen aus
Eilenburg. Der Altersdurchschnitt der drei Azubis, die in diesem Jahr ihre Ausbildung als AltenpflegerInnen in der K&S Seniorenresidenz Eilenburg aufgenommen haben, liegt bei 33. Ungewöhnlich, möchte man meinen. Doch ist es das gerade nicht. "Denn ein Mensch, der alte Menschen an ihrem Lebensabend begleitet, der braucht Persönlichkeit, Erfahrung, muss genau wissen, was er will. Dabei spielt das Alter keine Rolle", erklärt Christina Krieg, die Leiterin der Seniorenresidenz in Eilenburg.
"Mit 16 Jahren ist man im Allgemeinen noch zu jung, um einer so verantwortungsvollen und tiefgehenden Aufgabe gewachsen zu sein", weiß sie und denkt dabei an die intensive Nähe, die Intimität und Trauer, die zum Beruf des Altenpflegers gehören. Natürlich würde sie allein der Jugend wegen keinen Bewerber ablehnen. "Wir schauen uns den Menschen an, seine Persönlichkeit und seine Beweggründe, diesen Beruf zu ergreifen. Dennoch empfehle ich 16-Jährigen immer, den Beruf erst einmal in einem Praktikum oder Freiwilligen Sozialen Jahr kennen zu lernen, ehe sie sich entscheiden", beschreibt Christina Krieg.
Dass ihre Azubis in diesem Jahr verhältnismäßig "alt" sind, hängt damit zusammen, dass jeder eine Ausbildung absolvieren kann, der durch seine Persönlichkeit überzeugt. In diesem Jahr sind es David mit 22 Jahren sowie Jana und Enkeleida, die mit 41 und 39 Jahren den Altersdurchschnitt "heben". Doch die beiden Frauen arbeiten schon seit einigen Jahren als Altenpflegehelferinnen in Eilenburg und haben sich entschlossen, eine Zusatzausbildung zu absolvieren.
"Für eine Ausbildung ist man nie zu alt", meint Pflegedienstleiterin Beate Ralle. Erst vor einem Jahr stellte sie eine Auszubildende ein, die so gar nicht ins Bild eines potenziellen Lehrlings zu passen schien, "Doch sie überzeugte mich durch ihr Auftreten und ihre Klarheit. Sie wusste genau, was sie wollte." Inzwischen ist Sandra Scholz im zweiten Lehrjahr. Mit 34 Jahren hat sie schon einige Ausbildungen hinter sich. Nach dem Abi absolvierte sie die erste zur Zahnarzthelferin. Dann ging sie zur Bundeswehr, qualifizierte sich zur Rettungssanitäterin. Während der Reintegration studierte die Jesewitzerin Medizin. Kurz vor dem Physikum zwang das Leben ihr eine Entscheidung auf. Sie musste sich neu orientieren, stärker an ihre beiden Kinder denken, eine Arbeit finden, die ihr sowohl Befriedigung wie auch Nähe zum Heimatort Jesewitz garantieren würde, mit der sie Beruf und Familie vereinbaren könnte. Die Seniorenresidenz kannte sie von Spaziergängen durch den Eilenburger Stadtpark als wunderschönes Seniorenheim mit fünf selbst "auferlegten" Sternen. Und mit jedem Besuch reifte der Entschluss, genau hier arbeiten zu wollen. "Als Altenpflegerin kann ich medizinische und pflegerische Tätigkeiten verbinden", beschreibt sie ihre Motivation.
Ihre bereits erworbenen beruflichen Kompetenzen hätten es ihr ermöglicht, die Ausbildung zu verkürzen. Doch das lehnte Sandra ab. "Ich will den Beruf von der Pike auf lernen und mich nicht auf Vorschusslorbeeren ausruhen." Die Arbeit mit den alten Menschen erfüllt sie. "Es ist ein sehr emotionaler Beruf, der geprägt ist von dem Gefühl, mit meiner Arbeit die Lebensqualität der mir anvertrauten Menschen verbessern zu können. Der Lohn dafür ist sehr wertvoll, ist tiefe Dankbarkeit. Natürlich gehört auch das Abschiednehmen dazu. Doch ich empfinde es als große Ehre, einen Menschen auf seinem letzten Weg begleiten zu dürfen."
Ihre berufliche Zukunft hat die 34-Jährige klar vor Augen. Sie möchte sich im Pflegemanagement qualifizieren und später als Pflegedienstleiterin arbeiten. In den 24 Residenzen der Unternehmensgruppe stehen ihr dafür deutschlandweit alle Türen offen.
Sandra Taubert (22) möchte nur eines: nach der Ausbildung in Eilenburg bleiben. "Das wollen eigentlich alle, die hier lernen", meint sie. Doch ist es eben nur möglich, wenn Stellen frei werden. "Dafür garantieren wir nach der Ausbildung eine 100-prozentige Übernahme in einer unser 24 Seniorenresidenzen", betont Christina Krieg. Die Nachfrage nach Altenpflegerinnen ist deutschlandweit riesig. Der "Markt" ist im Wachstum. Fachkräfte sind gefragt, die Karrierechancen hervorragend.
So weit denkt Sandra Taubert nicht voraus. Sie ist 22 Jahre alt und gerade im Begriff, ihre zweite Ausbildung abzuschließen. "Nach der Realschule habe ich eine Ausbildung in Hauswirtschaft absolviert, um Zeit zu gewinnen für die berufliche Orientierung. Hauswirtschaft, so dachte ich, könnte ich überall gebrauchen."
In ihren Praktika lernte sie Kindereinrichtungen und Pflegeheime kennen. In ihrer Freizeit arbeitete sie, um sich den besonderen Ausbildungsweg zu zu finanzieren. Es hat sich gelohnt. Im Sommer 2012 beendet sie ihre Ausbildung. Und das als beste Auszubildende der K&S Seniorenresidenzen in Sachsen. Das Unternehmen würdigt ihr Engagement mit einem fabrikneuen Smart, den sie ein Jahr lang nutzen darf.
Auch für das Ausbildungsjahr 2012/13 sucht die Unternehmensgruppe wieder Auszubildende. Deshalb kommt Personalreferentlin Katja Liedtke eigens aus Bremen nach Delitzsch, um an diesem Sonnabend auf der 4. Regionalen Ausbildungsmesse im Berufschulzentrum für den Beruf des/der Altenpflegers/in zu werben. Mit im Gepäck hat sie "Gert" - einen gerontologischen Testanzug (Alters-Simulationsanzug), der seinem Träger das Gefühl vermittelt, 80 Jahre alt zu sein. Ein spannendes Experiment, das Jung und Alt von 10 bis 14 Uhr am eigenen Leib ausprobieren können.
Quelle: Leipziger Volkszeitung, 10./11. September 2011

- Brigitte Handke (Zweite von rechts) vom Stadtseniorenrat sucht das Gespräch mit den Mietern im Haus der K&S Seniorenresidenz.
Die in Eilenburg beliebte und traditionsreiche Woche für ältere Mitmenschen beginnt eigentlich erst am Montag (wir berichteten). Unter dem Motto "Senioren laden Senioren ein", gab es in diesen Tagen bereits einen Vorgeschmack: Mieter der K&S Seniorenresidenz Eilenburg trafen sich mit Brigitte Handke und Christa Lachmann vom Stadtseniorenrat, der für die auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnittene Aktionswoche bekanntlich die Fäden zieht, bei wunderschönem Spätsommerwetter auf der großen Dachterrasse zum zweiten Frühstück. Das hatte Hausdame Christine Paetsch liebevoll auf den Tisch gebracht.
Bei dieser Gelegenheit wurde das neue Sonnensegel eingeweiht. "Darunter", so Martha Müller, "kann man es gut aushalten." Auch Brigitte Hadke und Christa Lachmann nutzten die Gunst der Stunde, um alle "fitten" Bewohner der Residenz zur Woche der Senioren einzuladen. Sei es zur Wanderung zum Bobritzer Damm oder zum gemeinsamen Kaffeenachmittag am Freitag bei der Eilenburger Volkssolidarität. Handke suchte das Gespräch mit jedem einzelnen Bewohner, forderte auf: "Kommen sie mit. Sie müssen nicht allein in ihrer Wohnung sitzen. Aber losgehen müssen sie."
Die Einsamkeit ist ein viel beschriebenes Problem von älteren Menschen. Richard Schultz, seit zwei Monaten Mieter einer Wohnung in der Residenz, sagte: "Ich habe es noch keinen Tag bereut, hier eingezogen zu sein. Nun habe ich endlich die Möglichkeit, nicht mehr allein zu sein." Rita Bunk und Wilhelm Linke leben in einer Wohnung zusammen, waren lange Zeit aktiv unterwegs, sind mittlerweile jedoch auf kurze Wege angewiesen: "Wir nehmen an den zahlreichen Veranstaltungen im Haus teil. Nur gut, dass so vieles geboten wird. Man muss das aber nutzen." Das richtete sich an jene in der Runde, die nicht gern vor die Tür schauen. "Den einen Schritt nach draußen muss man tun." Da waren sich viele Senioren auf der Terrasse einig. Der eine oder die andere verkündeten mit Blick auf die vielen Möglichkeiten der kommenden Woche: "Da bin ich dabei." Handke versprach: "Herr Beuche läuft langsam durch die Stadt, damit auch jeder wirklich mitkommt."
Das Frühstück nahm seinen gemütlichen Verlauf, die anfängliche Zurückhaltung wich Gesprächen. Ein schöner Ort, um den ausklingenden Sommer zu genießen oder Mut zu gemeinsamen Unternehmungen zu fassen. Christina Krieg, die Leiterin der K&S Seniorenresidenz, verkündete stolz: "Wir haben kürzlich den Grünen Haken, Gütezeichen für Bewohnerfreundlichkeit, bekommen." Die Heimleitung habe die Prüfung bei der Bundesinteressentenvertretung für Nutzer von Wohnheimen im Alter und bei Behinderung (BIVA) beantragt. Die Entscheidung sei ohne Heimleitung und Personal gefallen. Bewohner wie Mieter wurden ausgiebig von Experten befragt. Leistungen wie Essen, tägliche Betreuung, Sauberkeit, Veranstaltungen und mehr kamen unter die Lupe. Die Zufriedenheit der Bewohner war ausschlaggebend für den Haken.
Quelle: Leipziger Volkszeitung, 4. September 2011

- "Alle Neune" hieß es vormittags beim Geburtstagsfest der Seniorenresidenz.
Unsere K&S Seniorenresidenz Eilenburg Am Stadtpark feierte jetzt ihren neunten Jahrestag. Es war ein gelungener wunderschöner Festtag für alle Bewohnerinnen und Bewohnern, Mieterinnen und Mieter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Am Vormittag startete im Garten ein sportliches Event. Unter dem Motto "Alle Neune" kegelten die Bewohner, was das Zeug hielt. Dazu wurde ein leckerer vitaminreicher Cocktail gereicht. Frau Michallek und Herr Sperling holten die meisten Punkte und gewannen ein kleines Wellnessgeschenk. Ein köstliches Mittagsmenü ganz nach den Wünschen der Bewohner erfreute den Gaumen, bevor erst einmal eine kleine Ruhepause eingelegt wurde. Am Nachmmittag gab es dann traditionell Erdbeerkuchen und Vanillebuttercremetorte an festlich gedeckten Kaffeetafeln.
Im Anschluss genossen alle den musikalischen Höhepunkt mit den Schwarzbach Musikanten unter der Leitung von Matthias Schmidt. Mit altbekannten Liedern erheiterten die Musikanten unsere Gemüter. Die Bewohner, Mieter und Mitarbeiter sangen und klatschten, schunkelten und tanzten sogar mit. Gute Laune und Freude war bei allen Anwesenden zu spüren. Abgerundet wurde dieser schöner Tag mit einem tollen Abendbüfett. An dieser Stelle geht ein großes Lob an den Küchenleiter Frank Petersohn und sein Team für die kreativen Köstlichkeiten. Ein großes Dankeschön auch an alle weiteren Mitarbeiterinnen, die diesen Tag so herzlich begeleitet haben.
Rita Kleinod, Juli 2011
Förderverein der Eilenburger K&S Seniorenresidenz füllt Spendentopf für Postmeilensäule ein Stück mehr
Eilenburg. Mit knapp 240 Euro mehr ist der Spendentopf gefüllt, mit dem sich der Förderverein der Eilenburger Seniorenresidenz am Stadtpark daran beteiligt, in der Muldestadt eine von zwei ehemaligen Postmeilensäulen wieder zum Leben zu erwecken. "Alle haben etwas gegeben, die Mieter, Bewohner und Mitarbeiter", freute sich Freitagnachmittag Hausdame Annett Gotthardt am Rande eines kleinen Trödelmarktes, dessen Verkaufserlös der gemeinsamen Spendenaktion zugute kommen sollte. Allerhand bunter Hausrat, Handarbeiten und Wandschmuck füllten üppig zwei lange Tafeln. Und so mancher Bewohner der Residenz ließ sich verleiten, nicht nur zu gucken, sondern auch zu kaufen. Interessiert nahm Erwin Schönknecht aus Laußig, der gemeinsam mit seiner Frau Hannelore die Mutter besuchen wollte, eine goldverzierte Sammeltasse in Augenschein. "Das muss aber meine Frau entscheiden, ob wir ein weiteres solches Stück erwerben", war sich der Senior noch unschlüssig.
Am Ende waren die Veranstalter mit der Resonanz auf dem Flohmarkt dennoch zufrieden und Annett Gotthardt stellte in Aussicht, dass es deswegen im Sommer noch einmal ein solches Angebot im Freien geben könnte, damit die bereits gesammelte Summe von rund 1400 Euro noch einmal eine Aufstockung erfährt. Herstellungs-, Errichtungs- und Genehmigungskosten für die Postmeilensäule werden insgesamt immerhin auf rund 25 000 Euro geschätzt. An der Finanzierung beteiligt sich auch der Eilenburger Geschichts- und Museumsverein mit verschiedenen Aktionen und freut sich darüber, dass sich in den vergangenen Monaten seit November 2009 auch der Förderverein der Seniorenresidenz in Eilenburg so rührig eingebracht hat.
Quelle: Leipziger Volkszeitung, 28. März 2011

- Hobbykünstlerin Ingrid Pistora aus Rackwitz (Mitte) freut sich über die Resonanz zu ihrer Bilderausstellung in der Seniorenresidenz.
Eilenburg. Schwungvoll wurde in der K&S Seniorenresidenz Eilenburg eine neue Bilderausstellung eröffnet. Auf Einladung von Christina Krieg, Leiterin des Hauses, ließ sich Karin Schmidt nicht lange bitten, die Vernissage musikalisch mit ihrem Akkordeon zu begleiten. Unter den Gästen fühlte sich davon Jeanette Weitzel, die bekanntlich die Chefin der Eilenburger Akkordeon-Asse ist, besonders inspiriert. Sie stimmte in die Darbietung von Karin Schmidt spontan mit ihrem Gesang ein. Das Duett passte super zusammen. Und alle Zuhörer wurden von dem Schwung und der Leichtigkeit des Duos in den Bann gezogen.
Ingrid Pistora aus Rackwitz, die unsere Wände mit ihen schönen Bildern geschmückt hatte, zeigte sich vom Kulturprogramm ebenfalls angetan. Einige Gäste, die teilweise mit ihren Familien ge- kommen waren, nahmen in unserer erst kürzlich eingerichteten Mocca-Bar Platz und genossen die stimmungsvolle Veranstaltung.
Die Bilder von Frau Pistora, die Acryl- und Aquarelltechniken bevorzugt, können bis zum 30. April täglich zwischen 8 und 18 Uhr in der kleinen Galerie der Residenz am Stadtpark besichtigt werden. Die nächste Vernissage, die am 8. Mai mit Bildern der Volkshochschule eröffnet wird, ist ein Beitrag zur 1050-Jahrfeier der Muldestadt.
Annett Gotthardt/kr
Quelle: Leipziger Volkszeitung, 08.02.2011

Immer mittwochs gibt Ergotherapeutin Uta Karow in der Eilenburger K&S Seniorenresidenz einen Yoga-Kurs. Atem- und Lockerungsübungen bringen den Heimbewohnern, die an dem Kurs teilnehmen, eine tiefe Entspannung und innere Ruhe. Yoga hat eine beruhigende, ausgleichende Wirkung und kann somit den Folgeerscheinungen von Stress entgegenwirken. Darüber hinaus kann die mit Atemübungen und Meditation verbundene innere Einkehr genutzt werden, das eigene Verhalten gegenüber den Mitmenschen zu reflektieren, um es positiver zu gestalten. Der Yoga-Kurs wird von den Heimbewohnern gern besucht, auch nach schweren Krankheiten.
Quelle: Leipziger Volkszeitung, 29.12.2010

- Andrang: Ergotherapeuting Rita Kleinod (Zweite von links) verkauft Kerzen, Seidentücher und Marmeladen.
Seniorenresidenz hat schon über 1000 Euro gesammelt
Eilenburg. Im Dutzend sprangen kürzlich die Weihnachtswichtel durch die Eilen- burger K&S Seniorenresidenz in der Bahnhofstraße. Das Betreuerteam, einschließlich Leiterin Christina Krieg, hatte rote Mützen auf dem Kopf. Zum Weihnachtsmarkt waren 113 Bewohner sowie deren Angehörige eingeladen.
Wie auf einem richtigen Weihnachtsmarkt konnte man durch das Foyer schlendern. Imker Rüdiger Praten aus Krippehna er- klärte alles über die Honigherstellung und hatte neben Wachskerzen den eigenen Blütenhonig dabei. Hobbyfloristin Jana Schindler aus Weidenhain bastelte Adventsgestecke aus frischer Tanne. "Ich habe mal hier gearbeitet. Die Floristik ist mein Hobby und ich komme gern zu solchen Ge- legenheiten", erzählte die junge Frau. Am Stricklieselstand gab es gehäkelte Sparstrümpfe und anderes zum symbolischen Preis. Zwischendrin Pflegedienstleiterin Beate Ralle, die verkleidet als Zwerg vom Dienst für die hauseigene Chronik jede Menge Foto schoss.
Auch an den guten Zweck dachten die Organisatoren des Nachmittages, Ergotherapeutin Rita Kleinod hatte ihren Bastelstand mitten im Foyer platziert und präsentierte von Bewohnern hergestellte Seife, Kerzen, Marmeladen, Keramik, Seidenmalerei und Öle. "Im Rahmen der Ergotherapie übern sich die älteren Bewohner an Basteleien. Und so sind diese Sachen ent- standen", sagte die Mitarbeiterin. Die Einnahmen kommen der 1050-Jahr-Feier zugute. Über 1000 Euro sind schon zusammengekommen. Das Geld soll mit für die Postmeilensäule ausgegeben werden.
Quelle: Leipziger Volkszeitung, 01.12.2010

Junge Damen wollen Altenpflegerin werden
Eilenburg. Die K&S Seniorenresidenz in Eilenburg hat drei neue Auszubildende. Vor wenigen Tagen erhielten sie ihre Ver- träge. Seit 2003 werden in diesem Haus in regelmäßiger Folge junge Leute für die Lehre zur Altenpflegerin aufge- und nach Abschluss übernommen. Im Januar begann die Auswahl. Rund 20 Bewerber hatten sich gemeldet. Für einige endete aufgrund unzureichender schulischer Leistungen das Auswahlverfahren bereits ohne Vorstellungsgespräch.
Von den drei künftigen Auszubildenden hatte Marleen Drews (18 Jahre jung) insgesamt 32 Bewer- bungen geschrieben, wurde zu sechs Vorstellungsterminen eingeladen und hatte nach dem zweiten Gespräch schon den richtigen Ausbildungsbetrieb gefunden. Ähnlich ging es der 20-jährigen Susanne Arndt, die mit rund 15 Bewerbungen bei einem der Vorstellungstermine relativ schnell in der Seniorenresidenz Eilenburg fündig geworden war. Davor hat sie jedoch bei einem verlängerten Freiwilligen Sozialen Jahr tief in die verschiedenen Bereiche der Branche hineingeschaut und sich dann, nach reiflicher Überlegung, für die Altenpflege entschieden.
Ganz anders verhielt es sich bei Annett Pirwitz, die Bürokauffrau gelernt hat, viele Jahre in Hand- werksbetrieben tätig war und dann arbeitslos wurde. "Ich stand an einem Scheideweg: Ohne Hoffnung auf Arbeit bleiben oder mir etwas Neues aufbauen und dabei gleichzeitig meinen Her- zenswunsch erfüllen." Über eine Trainigsmaßnahme schnupperte sie in das Pflegeheim rein, fand Gefallen am Team und an der Arbeit, wurde vorerst als ungelernte Altenpflegerin übernommen. Zeitgleich bewarb sie sich um einen Ausbildungsplatz zur Altenpflegefachkraft. Da hatte schon ihre Arbeitsweise überzeugt.
Christina Krieg, die Leiterin des Altenheims, und Karin Burghardt, die Leiterin der Heimerer-Schule in Torgau, wo die theoretische Ausbildung läuft, betonten beide bei der feierlichen Übergabe der Lehrverträge nochmals die Wichtigkeit einer qualitativ hochwertigen fachlichen Ausbildung und der guten Zusammenarbeit der Teams der jeweiligen Stationen. Alle drei Auszubildende sehen hoch motiviert ihrem Lehrbeginn entgegen.
Quelle: Leipziger Volkszeitung, Lokales Delitzsch-Eilenburg, 19./20. Juni 2010

